Aug 07

Heute hatten wir ein Erlebnis der besonderen Art. Die Firma Möbel Rieger kam auf die glorreiche Idee uns anzurufen. Genauer gesagt, sogar der Chef von dem Laden „Benno Rieger“ – zumindest meldete sich die Stimme so. Als ich ihm ins Wort fallen wollte, quatschte der unfreundlicher Weise einfach weiter und erst da wurde mir gewahr, dass mir ein Band vorgespielt wird. Ich möge doch dann und dann ins Möbelhaus kommen um mir 2 Leonardogläser und eine Flasche (ich denke ja mal ein Fläschchen) Prosecco abzuholen. Ausserdem habe man noch diverse andere Angebote (nur für mich) parat.

Ich hörte mir das alles an, in der Hoffnung, am Ende der „Ansage“ noch mit einem Menschen reden zu können um ihm meine „Begeisterung“ ob des Telefonspams mitteilen zu können. Leider kam da keine solche Möglichkeit sondern Herr Rieger bzw. das, was sich als solches ausgab, zog es vor einfach aufzulegen.

Liebe Riegers, das habt Ihr doch nicht nötig. Ihr schickt uns doch so schon laufend Post die wir immer wegwerfen, da müsst Ihr nun nicht noch anrufen und wenn, traut euch das nächste mal persönlich anzurufen! Ihr dürft dann unseren Prosecco aus unseren Leonardogläsern trinken, die holen wir nämlich nicht ab.


Jun 09

Liegt es am Wetter, der EM oder was ist passiert? Seit Mitte letzter Woche herrscht tote Hose im Spambereich. Unsere Systeme langweilen sich. Nicht, dass wir etwas dagegen hätten, so bleibt etwas Zeit endlich die Aufgaben anzugehen, für die man sonst nie Zeit hat…

Hoffen wir einfach, es bleibt noch eine Weile so und wir können alle das schöne Wetter geniessen.


Apr 23

Widmen wir uns heute einem meiner Lieblingsthemen „schwachsinnige Sicherheitshinweise„.

Das klingt erstmal hart aber bedenken Sie bitte folgendes:

1.) Nehmen Sie nicht am Straßenverkehr teil, Sie könnten überfahren werden.

2.) Verlassen Sie nie Ihr Haus, es könnte eingebrochen werden.

Das sind, werden Sie sich denken, die normalen Risiken des Alltags, ausserdem wissen wir alle, wie man damit umgeht. Wir haben gelernt, wenn wir das Haus verlassen müssen wir die Tür abschliessen. Wenn wir die Strasse überqueren, schauen wir zuerst nach links und dann nach rechts…

Warum verhalten sich bei Computern viele anders? Weil wir/Sie es nicht verstehen? Nein. Ich denke, weil viele keine Vorstellung davon haben, was ein Computer ist. Vor allem kein Gerät, was irgendwas von alleine macht oder kann.

Soviel zur Vorgeschichte.

Nun lese ich heute einen Text „Wie vermeide ich Spam!„. Bemerkenswert finde ich solche Ratschläge, wie:

– melden Sie sich bei Webshops und Foren nie mit einer offiziellen Mailadresse an sondern verwenden Sie dafür eine „Wegwerfadresse“.

– achten Sie darauf, dass auf Ihrer Webseite oder in Foren Mails nur in dem Format „name-at-domain-punkt-tld“ auftauchen oder diese (zum Beispiel im Impressum) nicht von Bots gelesen werden können

Alle diese Vorschläge helfen, garantiert – echt jetzt! Zur Erinnerung: Nehmen Sie nicht am Strassenverkehr teil…. – wirkt auch garantiert!

Ein wirklich guter Vorschlag wäre: Nutzen Sie einen Antispamfilter. Und um das ganze nicht wie einen Werbetext darstehen zu lassen füge ich hinzu: Egal welchen!  Ein guter Antispamfilter hat den selben Effekt wie der Dorman vor dem P1 in München. Und der ist bekanntlich der beste..


Apr 04

Letztes Jahr haben wir uns noch die Nase an der Blogscheibe von außen platt gedrückt, doch dieses Jahr sind wir mittendrin, statt nur dabei.

Die Jungs vom Marketing Blog rufen zum zweiten Mal zur Wahl des „schönsten“ BLOGO’S, was soviel heißt wie BlogLogo, auf.

Nunja, nach unserem offiziellen Deutschlandstart Mitte März für uns eine Möglichkeit um mal ein wenig professionelles Feedback einzusammeln.

Natürlich nur zum Design, denn über unsere Leistung, der Spamvernichter Nummer 1, auf dem Deutschen Markt zu sein, sind wir natürlich erhaben 😉

Gewählt wird dieses Jahr durch eine hochkarätige Jury und der BlogCommunity himself.

Da wir unbedingt den Schokoladenbrunnen im Vorgarten oder in der schnuckeligen Büroecke von unserer Jenny stehen haben möchten, preisen und verneigen wir uns jetzt schon vor: Martin Gassner – Kreativchef von Interone Worldwide, Achim Schaffrinna – Design Tagebuch, Johannes Kretzschmar – Vorjahressieger, Heiko Walkenhorst von VerbAgentur und Wortführer beim Besserwerberblog, Prof. Dr. Erik Schmid von der Hochschule Niederrhein.

Die Gutscheine für originale Maxfällt-Flachbild-TV und abhörsichere Siemens Handys gehen natürlich per separater Post heute noch raus 😉

An unsere Stammleser und zukünftigen Leser natürlich hier die Bitte uns mit dem berühmten „one Klick“ uns zu 15 min. Warholschen Blogosphärenruhm zu verhelfen . Ab dem 14.April läuft die Abstimmung.


Apr 03

Um es gleich vorweg zunehmen. Chet ist kein Spammer, eher ein, wenn auch unabsichtlich, Zugespammter.

Und das nicht von irgend welchen Nigeria-, Viagra-, Bürostuhl-Connections, sondern von Systemadministratoren aus aller Welt. Diese nutzen seine Domain donotreply.com als Absendeadresse für automatisch versandte Mails, auf die keine Antwort erwünscht wird.

Jo und wer alles so antwortet, illustre Namen wie „The Department of Homeland Security“, „Merrill Lynch“ oder „Halliburton“. Und da Chet scheinbar Zeit und Muse hat, veröffentlicht er einige der herausragende Mails auf die nie eine Antwort folgend sollte.


Mrz 01

Sehr geehrte Kunden,
Partner und Mitarbeiter!

Unser Antispamprodukt defendix.net bekommt einen neuen Namen und ein neues CI.

Auf Grund unsers Erfolges und der internationalen Ausrichtung werden wir ab dem 10.03.08 unter dem Label redliner aktiv am Markt vertreten sein.

Wir sind stolz auf unser Produkt und Ihr Vertrauen.

Auf eine spamfreie Zukunft

red-liner.png


Jan 29

Der meiste Spam ist ja einfach nur lästig. Hin und wieder gibt es aber ein paar Experten, die schießen den Vogel ab. Heute fiel mir folgende Mail auf:

„Sichern Sie sich Ihren Studienplatz bis zum 31.02.2008!“

Interessant, wusste garnicht, dass es bei denen den 31.02. gibt. Nun ja, dieses Jahr ist ja Schaltjahr – aber da hat wohl jemand den falschen „Gang“ erwischt.

„Liebe Studieninteressierte!
Die Freie-Universität Zug ist mit ihren drei Fakultäten eine Fernuniversität und bietet eine Vielzahl von Abschlußmöglichkeiten an…“

Interessant. Wie „fern“ ist diese Uni – mal abgesehen von der Zeitrechung – eine kurze Recherche brachte folgendes zu Tage:


„Von so einer Uni hat man hier in der Schweiz noch kaum etwas gehört.
Interessant ist auch die Erreichbarkeit des Sekretariats (siehe
„Kontaktseite“):
Bei dringenden Fragen können Sie unser Sekretariat von Mo-Fr 13:00 bis
18:00 Uhr erreichen. Tel. 0041 793 716 487.“

Das ist eine Mobiltelefon-Nummer in der Schweiz, einfach etwas „anders“
geschrieben damit es nicht gleich jeder merkt. Richtig ausgeschireben
wäre das nach hiesigen Gepflogenheiten „+41 (0)79 371 64 87“

Einen Eintrag im Handelsregister (der wäre wohl nötig, würde ich meinen,
da es sich ja nicht um eine staatliche Uni handelt) habe ich auch nicht
gefunden.“ Quelle


Besonders Lustig ist ja die Belehrung, dass es sich hierbei NICHT um Spam handeln soll:


„Rechtliches/Hinweis/Note: Dies ist kein SPAM, sondern eine Rückmeldung/Anfrage/Antwort/Bekanntgabe/ Reaktion auf Ihr/e/n Eintrag/ Anschreiben/Anfrage/Gesuch/Veröffentlichung/Bekanntgabe in / oder an ein Postfach / Gästebuch /Mailfach / Linkliste / Anzeige / Klickmail / Websiteeintragung bei uns und/ oder einem unserer Partner/ öffentliche Werbe- Agenturen / träger/ Onlineanzeigenunternehmen. Es besteht kein Verstoß gegen das BGH, Urt. v. 11.3.2004, I ZR 81/01, ZAP 2004, Fach 1, S. 77.: Sollten Sie diese E-Mail mehr als einmal erhalten haben, bitten wir dieses zu entschuldigen. Es kann hin und wieder geschehen, dass manche Einträge/Anzeigen/Datensätze/Angaben/Archive doppelt, aber nicht gleicher Art/Inhalt sind. Datenschutz: Im Umgang mit Ihren persönlichen Daten, die wir für die Übertragung von E-Mails, die Abwicklung der Korrespondenz, oder Ihren Bestellungen benötigen, beachtet der Betreiber die Vorschriften der folgenden Gesetze: Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), Teledienstedatenschutzgesetz (TDDSG) und die Datenschutzverordnung für Telekommunikationsunternehmen (TDSV).“

Also dieser Beschreibung nach müsste jedem sofort einleuchten von wem diese Jungs die Adresse gekauft haben 🙂
Leider hat der Spam eine unserer Kontrolladressen getroffen, die wir gezielt weitergeben um zu beobachten wann wir als erstes von wem Spam erhalten – dies ist ja nun der Fall.
Vielen Dank an die Universität Zug für ein paar wirklich interessante Einblicke in den Adresshandel.


Jan 18

Der Preiskampf der überall tobt scheint sich auch nach und nach bei den Botnetzbetreibern bemerkbar zu machen. Spam und E-Müll waren ohnehin nicht besonders teuer. Aber nun scheint das Preisdumping auch dort angekommen zu sein. Somit werden immer mehr „Irre“, die sich bisher nicht mal die 350 € für 20 mio. Werbemails leisten konnten, uns für immer kleineres Geld mit Ihren Angeboten zumüllen wollen. Wahlen stehen vor der Tür, es ist nur noch eine Frage von Tagen, bis die ersten politisch motivierten Spams durchs Netz rauschen

Weiterhin fällt auf, dass die technische Qualität der Spamwellen stak variiert und es zwei immer klarer zu erkennende Tendenzen gibt. Einige „alte Hasen“ mit viel Know How scheinen dabei zu sein, die man ja fast durchlassen möchte, denn hier werden nur einfache kleine, lesbare Textmails verschickt. Teils sogar mit gültiger Mailadresse eines anonymen Mailproviders und mit dem Hinweis, dass man sich abmelden könne – was in einigen Fällen perfekt funktioniert. Und auf der anderen Seite scheint eine Horde Subjekte zu stehen, die wahrscheinlich nur auf die par Euro pro Millionen versendeter Mails erpicht ist. Diese versenden dann meist irgendwas, alles von der selben gefälschten Absenderadresse oder über ein sehr kleines, leicht zu erkennendes Botnetzwerk, was uns die Arbeit erleichtert diesen Wellen Herr zu werden.

Spam ist und bleibt eine Sauerei. Egal wer Ihn verbreitet. Ob die Soziales Netzwerke, wie StudiVZ, Xing, MiaPlaza, Facebook und wie sie sonst noch heißen, oder die üblichen Nostalgieradio-, Viagra- und Haarwuchsmittelverkäufer – die elektrische Heizstrahler nicht zu vergessen. Werbung muss gemacht werden ganz klar – wer nicht wirbt, der stirbt. Aber liebe Spammer und E-Müller, steckt mal eure Energie in die Entwicklung viraler Kampagnen, das wird ebenso zum Erfolg führen und vor allem Schadet es nicht dem eigenen Ruf.

In diesem Sinne; ich geh nochmal nach der E-Müllverbrennungsanlage (Servercluster) schauen, ob ausreichend Material da ist um den Ofen unter Hitze zu halten.


Jan 12

Udo Vetter schildert drüben im Lawblog mal wieder einen Fall, in dem unsere Justiz mit unverhältnismäßigen Mitteln bei unklarer Beweislage unbescholtene Bürger drangsaliert. Also achten Sie bitte darauf, wenn Sie Mails erreichen, in denen man Sie darauf hinweist, Sie haben sich bei einem System angemeldet oder sollen einen Vertrag eingegangen sein, dann prüfen Sie die in den Mails enthaltenen Informationen. Im Zweifel haben sie nach geltendem Recht 14 Tage Widerspruchsrecht, machen Sie also lieber einmal zu viel als zu wenig davon gebrauch.

Hier finden Sie den Beitrag aus dem Lawblog.


Jan 06

„…alle Emails der Welt nur noch aus Spam bestehen, wenn sich niemand mehr an einen Instant-Messenger trauen kann ohne von Viagra-Hypotheken-Schnarch-Mitteilungen überhäuft zu werden, wenn sich die Glücksspiel-Umfrage-Zeitschriften-Callcenter gegenseitig anrufen, weil niemand anders mehr ans Telefon geht – dann werden die Spammer dazu übergehen, ihre Botschaften auf Pflastersteine zu schreiben und damit Fenster einzuschmeißen.“

(hier gefunden)