Okt 04

Um unser Blog wieder etwas zu beleben werden wir eine neu Beitragsserie starten „Spamwetter“. Hier werden wir über unsere eigenen Erfahrungen bezüglich des Spamaufkommens unserer Systeme berichten.

In der letzten Wochen konnten wir einen nicht unwesentlichen Anstieg von Spam unserer russischen Freunde verzeichnen. Auch wenn der Text der Spammails in kyrillisch daher kommt sind die Mailheader ansonsten hervorragend aufgebaut. Leider passieren diese Mails daher auch ohne große Gegenwehr unsere Systeme. Wir arbeiten im Moment an neuen Filtern zu Inhaltserkennung.

Etwas nervig war ebenfalls der Spam in dem schweizer Uhren angeboten wurden. Alle weiteren Spammails waren unauffällig. Die Spamerkennungsrate liegt immer noch jenseits der 98% – nach wie vor keine False-Positives seit Einsetzen unserer Spamfilter.


Sep 06

In den letzten Tagen erhielten wir eine eMail folgenden Inhalts:

Mass email services

Rates: $130 per 1 million delivered messages.

We provide a detailed report.

Our database is updated weekly and includes countries all over the world.

-Different payment options.
-High response.
-Instant advertising.

130 $ für 1.000.000 versendete eMails. Das ist so ziemlich das preiswerteste was wir bis jetzt gesehen haben und zeigt zum einen, wie kaputt der Markt (zum Glück) ist und zum anderen, wie wichtig das Thema Spam und dessen Bekämpfung immer noch ist.


Feb 19

Um Google Buzz wird es nicht still. Offenbar hat man ein paar Qualitätsjournalisten davon überzeugt bei der Schadensbegrenzung zu helfen. Die Zeit ist sich wirklich für nichts zu schade. Google Buzz scheint ungefähr so sinnvoll zu sein wie Google Wave. Und wir können uns sicher sein das Buzz Twitter ungefähr so killt wie Android das Apple iPhone.


Feb 13

Nunja, die meisten haben sich ja daran gewöohnt, dass das social Web oder auch Web 2.0, eben dieser gesamte Drahtverhau der einem da im Internet grad angeboten wird die Normalität ist. Da verwundert es auch nicht, dass Google Buzz, wie alles von Google, erstmal ein riesen Griff ins Datenschutzklo war. Zum einen konnten agressive Expartner nun endlich wieder Ihre „unbekannt“ verzogenen Frauen belästigen und Google öffnete gleich noch Tür und Tor für die Spammer dieser Welt

Ich habe es ja aufgegeben, dass die Menschheit irgendwann begreift, dass, wenn man etwas unentgeltlich erhält man einen anderen Preis dafür zahlen muss und im Fall von Google heisst die Währung eben „persönliche Daten“. Nun kann man natürlich sagen, „selbst Schuld“ aber die meisten sind eben keine IT-Nerds sondern gehen vielmehr ziemlich unbedarft mit dem Medium um. Daher wird REDLINER nicht müde werden immer wieder auf solche Dinge hinzu weisen.

UPDATE:

Der englische Text von Hariett Jacobs ist inzwischen hinter einem Passwort verschwunden. Er befindet sich aber auch noch hier.


Feb 04

Wir hatten das Thema ja schon mal vor einiger Zeit. Das Google Geld mit Werbung verdient ist hinreichend bekannt. Das Sie dies sehr geschickt tun ebenfalls. Jetzt schaut einfach mal hier.

Was so harmlos als voll atomatisiert und ohne menschlichen Eingriff verkauft wird ist nichts anderes als die totale Auswertung all eurer sensiblen EMails. Mir ist nach wie vor völlig unverständlich, wie Firmen oder Selbständige mit Google-Mail-Konten hantieren können. Das Google da auch mal vorschnell was an die Behörden weitergibt sollte sich auch rumgesprochen haben. Im oben verlinkten Artikel von taz.de heisst es:

„So gab es im vergangenen Jahr vor einem US-Gericht ein Verfahren gegen einen Banker, dessen eigentlich bereits gelöschte Google Mail-Botschaften, die der Internet-Konzern auf Anordnung per CD bereitstellte, beinahe zum Beweismittel geworden wären.“

Alles halb so wild? Nein, ganz im Gegenteil. Wer Google Trends kennt kann sich vorstellen, dass es nicht allzulang dauern wird, bis Google auch in Sachen Mailtrends nachlegen wird. Ansonsten wäre das ganze für Werber langfristig völlig sinnlos. Es gibt massenhaft preiswerte Mailprovider die im Endeffekt dasselbe bieten und für den gewerblichen Bereich sollte es gar kein Problem sein, sich eine eigene Domain zu registrieren und dort einen eigenen Mailserver zu betreiben. Soll das ganze dann auch noch spamsicher passieren, stehen wir Gewehr bei Fuß um euch zu unterstützen.

Nur weil etwas bequem ist, heisst es nicht, dass es auch sicher und sinnvoll ist.


Sep 30

Normalerweise halten wir uns ja mit politischen Themen zurück, nicht aber, wenn es um Spam geht.

Die FDP warf im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009 alle Ihre eigenen Grundsätze über Bord. Wo man selbst angesichts der Adressskandale der Vergangenheit selbst schärfere Gesetze forderte bediente man sich diesmal der Schober Direct Media GmbH + Co. KG um haufenweise Werbemails zu versenden.

Wobei Schober das ja ganz geschickt eingefädelt hat. Da die ja Mitglied der Certified Senders Alliance des Verbandes der Deutschen Internetwirtschaft Eco sind machen die sowas nicht selbst. Kurzerhand wurde also SuperComm beauftragt FDP Werbebotschaften in die Postfächer zu kippen.

Wir schauen uns die Mails gerade an und so wie es aussieht, werden unsere Kunden zukünftig von politischem Spam befreit sein. Zum Glück haben die Versender keinerlei Ahnung wie man spammt 😉

(via)


Sep 28

Wir hatten ja damals schon über den automatischen Anrufer der Firma Rieger berichtet. Nun lesen wir gerade mit Freude, dass damit wohl Schluss ist. Antispam e.V. hat drüben einen längeren Beitrag dazu.


Jul 03

Mal eine Frage an die Marktteilnehmer da draussen. Auf unseren Systemen ist die Spamrate diese Woche von 92% schlagartig auf unter 60% gesunken. Zunächst sind wir davon ausgegangen, dass unsererseits ein technisches Problem vorliegt. Nach einer Woche „Forschung“ bestätigt sich jedoch, der Spam ist weg. Würde mich nicht wundern, wenn in kürze eine Meldung über den Ticker läuft, dass irgendwer irgendwo ein Botnetz „ausgehoben“ hat. Wir werden euch auf dem laufenden halten.

Ahso, ein Interessent frug heute danach, wir „bewegen“ dz. bis zu 100.000 Mails die Stunde.


Jul 02

Google und der Datenschutz, dies klingt nicht nur nach einem Paradoxon sondern es ist auch eines.

Google, manchen auch abfällig als Datenkrake bezeichnet, kommt mit immer mehr scheinbar schicken Anwendungen daher die größtenteils auch noch kostenlos oder kostengünstig und somit ungemein verlockend sind. Einer der Dienste, die uns natürlich ganz besondern interessieren ist Postini. Google hat die Postini Inc. vor ein paar Jahren für die „überschaubare“ Summe von fast 700 Mio USD gekauft und macht nun auch in Spamschutz. Klingt ja erstmal interessant. Jedoch sollte man bedenken, dass Google mehrfach in seinen diversen Bedingungen darauf hinweist, wie toll es doch ist, dass die Daten irgendwo auf der Welt gespeichert werden. Ja, auch in Asien und in Rußland sowie einige anderen Staaten in denen ich auf Grund der jüngsten Entwicklung im Umgang mit digitaler Privatsphäre meine unternehmenssensiblen Daten (z.B. kaufmännische E-Mails) nicht unbedingt gelagert wissen will.

Mal abgesehen davon, dass auch den deutschen Nutzern nur englischsprachige Texte zur digitalen Bestätigung als Vetragsgrundlage mit Google vorgelegt werden, sollte man sich das mal genauer anschauen. Immer wieder gibt es Menschen, die auf Datenschutz noch einen besonderen Wert legen. Die Fragen nach und dabei kommen dann sehr interessante und vor allem für Unternehmen überaus risikoreiche Antworten und Ergebnisse heraus:

“Da die EU-Niederlassungen von Google nicht die persönlichen Daten aus den EU-Datencentern von Google kontrollieren und diese von einer anderen Niederlassung aus – wie Google Inc. – gesteuert werden, welche festlegt, wie die Nutzerdaten verarbeitet werden, gelten die EU-Datenschutzgesetze nicht für die Niederlassungen in den EU-Staaten.” Peter Fleischer – Google

FAZ.NET verzichtet auf Google-Analytics

Kurz gesagt: Wer als Unternehmen mit Google zusammenarbeitet und u.U. auch noch überlegt den Postini Spamschutz zu nutzen sollte sich genauestens mit den Datenschutzbestimmungen (die weitestgehend in englischer Sprache vorliegen) auseinandersetzen. Ich würde das als Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft schon aus Haftungsgründen nicht tun.


Jul 01

Laut MessageLabs sind 96% des Mailverkehrs in Deutschland Spam. Diese Zahl können wir nicht ganz bestätigen. Wobei auch bei uns das Spam-Aufkommen bei ca. 92% liegt. Das muss so nicht sein. Sichern Sie Ihre Infrastruktur gegen Spam und Schadsoftware. Wir helfen dabei gern.

(Infos via)